Fernweh – oder – Zu Gast bei Menschen

Bald ist wieder Urlaubszeit. Das Fernweh kribbelt und die Pläne werden geschmiedet

Hot-Spot oder JWD – Schön ist es überall

So sehr ich mich auch anstrenge, mir fällt kein Ort ein, der nicht sehenswert wäre. Gut, man muss ja in Recklinghausen nicht gleich die großen Ferien oder den Jahresurlaub verbringen, aber für ein paar Tage ist das Ruhrgebiet ganz spannend – es kommt nur darauf an, was man machen will.Schönes, Interessantes und Erholsames gibt es überall, Hauptsache man hat für einen Moment einen Tapetenwechsel…

Es gibt Orte, die sind touristisch gut erschlossen. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass sie zu einem großen Teil vom Tourismus leben. Dort kann man quasi nichts falsch machen, es gibt Hotels, Mietwagen, man geht zum Strand oder in die Therme, überall gibt es Snacks und Eis, die Wanderwege und Sehenswürdigkeiten sind fußgängertauglich beschildert und für abends gibt es eine Auswahl netter Restaurants, in die sich manchmal sogar ein Einheimischer verirrt.

Quartier beziehen

Natürlich kann man überall in ein Hotel ziehen, von Hostel zu Hostel hoppen oder in einem B&B Quartier beziehen. Aber es gibt auch überall – auch in den entlegensten Gegenden – private Unterkünfte. Da ich 1. keine Couch anbieten kann und 2. zuletzt immer zu zweit verreist bin, stellt CouchSurfing für mich nur eine Notlösung dar. Natürlich kommen Hostels, die semi-illegal echten Wohnraum unter der Hand als Touristen-Absteigen verhökern auch nicht in Frage. Das ist schlimm, weil es den Wohnraum verknappt und ätzend, weil Horden von Touries durch ruhige Wohngegenden vagabundieren und wie im Zoo Kiezleben ausspähen.

Was ich meine, sind richtige private Unterkünfte. Da kann man sich in Gästezimmer einmieten und bekommt einen Einblick in das echte Leben der Menschen. Manche bieten die Einliegerwohnung vom Haus an, das Gartenhäuschen, das ausgebaute Dachgeschoss oder -und das war der Hammer- Übernachtungen auf der privaten Yacht! Auf jeden Fall ist man weniger Tourist, sondern mehr Gast. Häufig bekommt man von den Gastgebern reelle Tipps zum Zeitvertreib, Einkaufen oder welche Spots aus dem Reiseführer man getrost skippen kann.

Natürlich kann muss man sich meistens selbst versorgen, aber das bisschen Frühstück und Snacks für unterwegs sind doch schnell besorgt. Außerdem sind die privaten Unterkünfte so günstig, dass man öfter mal Essen gehen kann. Und das ist ja schließlich das schöne am Urlaub – abwechslungsreiche Küche mit lokalem Bezug.

Look ’n‘ Feel

Meine liebsten Portale sind Airbnb, 9flat und wimdu. Dort kann man eingrenzen was man wo für wie viele Personen sucht und bekommt die Auswahl angezeigt. Dabei kann man sich schon recht gut auf der Karte orientieren und sich die Fotos der Unterkunft ansehen. Es gibt natürlich auch Bewertungen anderer Nutzer und kurze Vorstellungen der Gastgeber. Die Auswahl rangiert zwischen Matratze in der Kammer fürs kleine Budget bis zum kompletten Haus für mehrere Personen. Ich fand die Fotos und die Beschreibungen bislang immer realistisch. Genau so reell sollte man sich kurz vorstellen, wenn man eine Buchungsanfrage stellt, schließlich wollen die Gastgeber ja ungefähr wissen, wer sich bei ihnen einquartieren möchte.

Schön fand ich, dass man online bezahlt, wenn der Deal steht. Dabei kann man überall seine Kreditkarte angeben oder mit Paypal zahlen, bei Airbnb sogar mit google wallet, bei 9flat zusätzlich mit Lastschrift oder Bitcoins und bei wimdu mit Sofortüberweisungen.

Das Netz wächst

Natürlich sollte man nach seinem Aufenthalt seine Herberge und die Gastfreundlichkeit bewerten, so nett und ehrlich wie möglich. Das hilft den nächsten Interessenten sicher. Außerdem kann man natürlich auch darüber nachdenken, sein eigenes Gästezimmer – oder was man eben so hat – anzubieten. Das bessert die Urlaubskasse für die nächste Fahrt auf und kann – mit den richtigen Gästen  – auch Spaß machen. Die Verkehrssprache ist international natürlich englisch, aber irgendwie klappt die Verständigung immer.

No Fear

Ich hatte übrigens noch nie ein unsicheres oder gruseliges Gefühl bei Fremden zu übernachten. Ich habe mir die Fotos, die Bewertungen und die Selbstbeschreibungen aber auch immer genau durchgelesen. Zudem bin ich nicht zimperlich…und schlafe überall, wo ich zum Liegen komme.

Mein Fazit: Ein Privatgast zu sein ist viel interessanter und gewährt echte Einblicke in die Fremde. Als Hotelgast schläft man sich durch anonyme Zimmer und bekommt standardisierte Auskünfte. Außerdem gebe ich mein Geld lieber netten Gastgebern als großen Unternehmen.

Wenn du schon Erfahrung mit diesen oder anderen Unterkunftsvermittlungen gemacht hast würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

Eine sonnige Woche und eine spannende Reiseplanung wünsche ich dir!

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