…ein grauer Tag im Januar…

Wer weit reisen will muss früh aufstehen. Vor lauter Aufregung kann ich aber meistens sowieso nicht schlafen und geister die ganze Nacht um mein Gepäck herum, finde noch Dinge, die dringend mit müssen und checke ungefähr 17 mal meinen Reisepass. So beginnt jede weite Reise mit grauenhaften Augenringen und zentnerschweren Gliedmaßen.

Auf dem Weg zum Flughafen wurde es ein wenig heller und aus Schwarz wurde Grau: Taxi, Expressbus, Berlin. Grau ist die prägnante Farbe von Flughäfen, die Außenfassade, die Böden, die Wände…monochrom.

Die ganze Prozedur….Gepäckaufgabe, schnell noch einen Kaffee trinken, jeder geht noch mal in Ruhe aufs Töpfchen und für die nächsten 12 Stunden die letzte Zigarette, Personencheck, durch den Duty Free schlurfen und die Hände mit extrem teurer Handcreme einschmieren und dann 200 Menschen beim anstehen zum Boarding zusehen.

Asphaltgrau

Wenn endlich nur noch 2 Menschen anstehen mit glitschigen Fingern das Handgepäck schnappen und rein in den Blechvogel.

Während die Sicherheitshinweise vorgetanzt werden fällt mir auf, dass draußen alles immer noch Asphaltanthrazit ist, mit kleinen Flächen in Raureifweiß.

Nur noch wenige Minuten, dann geht’s los. Über den Wolken – Mann, wie abgedroschen – ist es auch dunkel, Berlin leuchtet uns von unten hinterher. Etwas weiter oben dämmert es, ein rotes leuchtendes Band am Horizont.

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Prima, ich sitze Backbord  – auf der linken Seite am Fenster – und wir fliegen süd-west, ich habe also den Sonnenaufgang an meiner Seite.

Warum trinken so viele Tomatensaft in Flugzeugen? Selbst mit Air France schmeckt das Mini-Croissant grauenhaft. Peinlich. Franzosen sind da besseres gewohnt.

Wolken über Berlin

Nach diesem petit déjeuner es etwas heller Grau.

Langsam werde ich müde, die Aufregung lässt nach.

Jetzt nicht einschlafen, dazu ist später noch genug Zeit.

Die wunderschöne aufgehende Sonne in all den Grauen Wolken hält mich wach. Gleich beginnt der Landeanflug auf Paris, die Ohren fangen an zu knacken. Unter den Wolken ist immer noch alles grau und düster. Charles de GaullesCharles de Gaulles trägt mittlerweile Mausgrau mit Nieselregen oben und unten. Chic ist anders.

Auf der Langstrecke scheint die Sonne schon so stark, dass ich lieber den Sichtschutz schließe, sonst wird es zu heiß. Außerdem habe ich Schlaf nachzuholen. Denkste Puppe, erst mal gibt es einen Snack mit Champagner. Air France lässt sich nicht lumpen. Ich habe also nach zwei Gläsern Schampus (mein Großer wollte nur einmal dran nippen) lustig einen sitzen und kann endlich ein Nickerchen machen. zum Essen werde ich wieder wach. Eigenartig nicht? Wir Menschen sind die einzigen Säugetiere, die im Flug essen können. Und wollen; mein Magen knurrt, dabei sitze ich die ganze Zeit ziemlich eingeklemmt rum. Der Rest war langweilig: schlafen, essen, Film gucken, Kopfschmerzen, Landung und lange lange an der Passkontrolle anstehen.

Nachdem wir kein Mietauto bekommen haben (Fahrt niemals ohne Kreditkarte weg, auch wenn die Bankerin sagt, dass alles auch mit Bargeld zu haben ist.), ging es Grau weiter. Mein Großer (ebenfalls Grauer) ist mir ungefragt ins Bild gelaufen…

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Wohin die Reise geht erfahrt ihr demnächst, wollt ihr solange raten?

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