Stell dir vor, bald ist Weihnachten und keiner kauft Geschenke…

Stressfrei:
Die gut organisierte Katharina hat mich mit ihrer Geschenkekiste beeindruckt, die sie immer mal wieder mit unterschiedlichen Fundstücken füllt und der sie, bei Bedarf (insbesondere zu Weihnachten), ein passendes Buch, ein Tuch oder einen Schlüsselanhänger entnehmen und verschenken kann. Natürlich nur, wenn die beschenkte Person und die Gelegenheit nichts allzu Spezielles erfordert. Eine tolle Idee, zumal ich auch schon davon partizipiert habe -und gegen Bücher ist ja nun wirklich nichts zu sagen.

DIY-Geschenke für alle:
Ich werde wohl dieses Jahr Selbstgemachtes verteilen: Tütentaschen, Gläser mit was drin, Kekse in Dosen, Fotoalben, Mobiles und was mir sonst noch so einfällt. Natürlich sind meine Geschenke hangemacht, upcyclelt und manche essbar; selbstverständlich werde ich über das eine oder andere hier berichten. In der Hoffnung, dass meine Lieben das überlesen und fürchterlich überrascht sein werden!

Konsumterror und unpassender Kitsch:
Mal ehrlich: häufig sind Geschenke und Aufmerksamkeiten industriell hergestellte Unnützlichkeiten, die im Weg oder im Regal rumstehen und spätestens zu Ostern in den Keller, den Sperrmüll oder sonstwohin wandern. Oder benutzt du noch die Geschenke, die du vor zwei Jahren bekommen hast? Nur um Irgendwas mitzubringen, jemanden zu zeigen, dass man glaubt ihn zu kennen, zu überraschen, zu entzücken oder einfach nur zum Spaß werden Ressourcen verschwendet, der ökologische Fußabdruck vergrößert und die Konsumspirale weiter gedreht. Und dann sind da noch die Gutscheine. Kino, Douglas, Therme, Ikea…habe ich alles noch zuhause, muss ich unbedingt mal einlösen…wenn ich dran denke, bald.     – Gutscheine von Geschäften machen nur wirklich Sinn, wenn man weiß, dass die beschenkte Person auf etwas bestimmtes spart und man sich somit an einem wirklichen Herzenswunsch beteiligt.

Zeit statt Uhren:
Viel wertvoller als jeder Kram den man weiterreichen kann ist doch die persönliche Zeit, die in der ganzen Hektik viel zu knapp geworden ist. Noch wertvoller wird die Zeit, wenn man etwas Besonderes unternehmen möchte: ein Ausflug ins Grüne, ein Vogelhäuschen bauen, gemeinsam gärtnern oder als Babysitter Freiraum für Eltern schaffen und gleichzeitig die Kleinen bei einer Schnitzeljagd auspowern. Jeder kann irgendetwas und kann sich nützlich machen, jeder kann Hilfe brauchen und freut sich über eine gemeinsame Aktion. Oma ist glücklich wenn du ihre Fenster putzt, bei den Eltern muss der Keller von dem ganzen Geschenkkrempel ausgemistet werden und die kleinen Nichten waren vielleicht noch nie im Puppentheater. Das Tolle daran: es macht auch dir Spaß, wirste schon sehen! Egal was du verschenkst, gib einen Termin vor oder setze zumindest eine Deadline bis zu einem Jahr, sonst wird das nichts! Du kannst bei der Aktion ein paar Fotos machen, die dann spätestens als persönliche Geburtstagskarten einen echten Erinnerungswert haben werden – Zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt! 

Für die Nerds unter uns Bloggern und alle anderen, die schöne Netzversionen im glatten Dawanda-ähnlichen-Design bevorzugen, gibt es eine witzige Umsetzung zum Zeit verschenken. Auf http://www.zeit-statt-zeug.de gibt es wirklich umsetzbare Ideen, verpackt mit netten Fotos in Pinterest-Optik und Retrografiken aber auch mit einem wählbaren Geschenktermin. Praktisch und personalisierbar! Mir erscheint diese Form seltsam hip und trendy, es ist so einfach und glatt wie bei zu Amazon bestellen. Zumal die Marketingagentur (Scholz & Volkmer), die dieses Tool kostenlos zur Verfügung stellt, einerseits besonders konsumkritisch mit Verschwendungszahlen aufwartet aber andererseits Kampagnen für Coca-Cola und Mercedes gemacht hat. Aber was soll´s: Hauptsache ich bekomme nicht wieder ein Comic-Puzzle (nicht lustig) sondern den Tangotanzkurs, den ich mir schon so lange wünsche! (Ja, das ist ein Hinweis!)

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