Hat die Shopping Queen auch mal Pause?

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Ich gehe gerne shoppen. Es ist nicht so, dass ich immer etwas kaufen würde, aber ich finde immer etwas tolles. Manchmal nehme ich extra kein Geld mit, damit ich nicht doch aus versehen etwas völlig entbehrliches erstehe und in meine Höhle schleppe. Wenn ich dann am nächsten Tag immer noch sehnsüchtig an ein bestimmtes Beuteteil denke, dann kann ich ja immer nochmal losziehen. Zugegebenermaßen habe ich aber bereits auf dem Heimweg die meisten Schnäppchen wieder vergessen – das beste Indiz für nutzlosen Kram.

Anhand meines Haushaltsbuches (jaaa, so etwas habe ich!) muss ich feststellen, dass jedoch kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht irgendetwas kaufe. Auch wenn es nicht gleich um die x-te. neue Handtasche geht, sondern oft nur um den Snack in der Mittagspause, die Shopping Queen in mir hat mich fest im Griff. Außer Sonntags, da klappt es meistens ganz gut mit dem Konsumverzicht. (Das ist für mich ein ernsthaftes Argument für diesen ruhigen Feiertag, an dem alles etwas ruhiger zugeht, selbst wenn ich meistens arbeiten muss.) Für die Zukunft wünsche ich mir allerdings, dass ich es schaffe, möglichst noch ein bis zwei weitere Shopping-freie Tage pro Woche einzulegen.

Für viele Andere scheint Shopping aber ein geliebtes Hobby, wesentlicher Lebensinhalt oder zumindest eine willkommene Freizeitbeschäftigung zu sein. Es kann sich einfach nicht um notwendige Besorgungen handeln, wenn massenhaft Teenager Tüten beladen aus Geschäften taumeln oder schwer arbeitende Hotelangestellte auf einen Urlaub verzichten um sich endlich eine exklusive Herrenhandtasche aus Kunstleder zu leisten – gemeint ist nicht der Sixpack Bier sondern wirklich eine Tasche. Bei einem Privatsender gibt es eine Reality-Show-Serie, in der Frauen um die Wette shoppen, jede mit einem Budget von 500,- Euro und dem Auftrag, ein bestimmtes Motto zu bedienen.

Touristen fragen immer weniger nach interessanten Ausstellungen und wirklich spannenden Orten, sondern immer öfter nach nach den größten Malls, den besten Einkaufsstraßen oder warum (zum Teufel) in einer Metropole wie Berlin Sonntags alle Geschäfte geschlossen sein können. Ist shoppen wesentlicher Bestandteil des Urlaubs? Tatsächlich sind in jedem Reiseführer Einkaufsmöglichkeiten in Hülle und Fülle verzeichnet. Reisen bedeutet für viele offenbar nicht mehr die Fremde zu erkunden und etwas Erinnerungswertes zu erleben, sondern auf Beutezug zu gehen und Konsumgüter nach Hause zu tragen. Ein Hoch auf das Souvenir!

Und dann ist da ja noch das Internet: Rund um die Uhr bieten online Marktplätze die tollsten Schnäppchen, immer endet gleich irgendeine Auktion und selbst wenn die Einkaufszentren geschlossen haben, jedes Ding ist jederzeit käuflich und wird in Kürze geliefert. Zugegeben, ich habe auch einen oft genutzten ebay- Account und Amazon kennt mich genau. Kürzlich habe ich etwas amüsantes aufgeschnappt: „meine Frau shoppt unheimlich gerne online, in allen möglichen Läden sammelt sie Unmengen in Warenkörben. Dann druckt sie den Warenkorb aus und schließt den Browser….! Ohne den Bestellvorgang abgeschlossen zu haben. Verstehst du das?“ Ich verstehe das gut. Das Prinzip ist das gleiche wie mein ‚vergessenes‘ Portemonnaie. Online werde ich das jetzt auch so machen.

Übrigens: die Dinge aus meinem Sammelsurium sind ebenfalls auf einem Online Marktplatz zu erstehen. Bei Fraisr wird bei jedem Kauf ein Teil des Kaufbetrags an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Schönes shoppen und gleichzeitig Gutes tun, na wenn das mal nichts fürs gute Gewissen ist! Guckst Du hier: https://www.fraisr.com/de/viktualia

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